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🏚️ Wohnungsmangel auf Rekordniveau – warum sich die Lage weiter zuspitzt

Immobilien & Baufinanzierung
28.1.2026

Themen der Woche:

Der Wohnungsmarkt in Deutschland steht unter massivem Druck. Trotz steigender Genehmigungszahlen fehlt es weiterhin an Wohnraum – mit spürbaren Folgen für Gesellschaft, Wirtschaft und Immobilienpreise.

📉 Wohnungsnot erreicht historischen Höchststand

Der Mangel an Wohnungen hat laut dem Pestel-Institut ein neues Rekordniveau erreicht. Bereits Ende 2024 fehlten bundesweit rund 1,4 Millionen Wohnungen – so viele wie noch nie zuvor. Besonders betroffen sind junge Menschen in Ausbildung und Studium, zunehmend aber auch Seniorinnen und Senioren.
Das Institut warnt: Der Wohnungsmangel ist längst zur Wirtschaftsbremse geworden. Ohne mehr Wohnraum wird es immer schwieriger, Fachkräfte und Zuwanderer für den Arbeitsmarkt zu gewinnen.

🏗 Neubau zieht leicht an – reicht aber bei weitem nicht aus

Zwar zeigen sich erste positive Signale im Neubau: Die Zahl der Baugenehmigungen lag im November 12,5 % über dem Vorjahreswert. Sowohl Ein- als auch Mehrfamilienhäuser verzeichneten Zuwächse.
Doch gemessen am jährlichen Bedarf von rund 400.000 neuen Wohnungen sind die zuletzt genehmigten 20.100 Wohneinheiten nur ein kleiner Schritt. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) fordert daher verlässliche und langfristige Förderbedingungen, insbesondere für energieeffiziente Neubauten, um aus der Stabilisierung einen echten Wohnungsbauschub zu machen.

📊 Immobilienpreise: Kurzfristige Dämpfer, langfristiger Aufwärtstrend

Zum Jahresende 2025 gaben die Immobilienpreise leicht nach: Bundesweit sanken sie im Dezember um 0,2 % gegenüber dem Vormonat. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 2,5 %.
Besonders in Metropolen kam es zu leichten Rückgängen, während einzelne Städte noch Zuwächse verzeichneten. Trotz dieser regionalen Unterschiede bleibt die Nachfrage nach Wohneigentum hoch, während das Angebot knapp ist. Für 2026 rechnen Marktbeobachter daher wieder mit steigenden Preisen, vor allem in den Ballungsräumen.

⚖️ Mietpreisbremse wird zunehmend umgangen

Auch auf dem Mietmarkt spitzt sich die Lage zu. Der GREIX-Mietpreisindex zeigt: Die Mieten stiegen zuletzt um 4,5 % – doppelt so stark wie die allgemeine Inflation.
Zugleich verändert sich das Angebot: Mietinserate gehen zurück, während der Anteil befristeter und möblierter Wohnungen deutlich zunimmt. In Städten mit Mietpreisbremse entfällt mittlerweile fast ein Drittel der Angebote auf dieses Segment. Fachleute vermuten, dass dies gezielt geschieht.

✅ Fazit: Engpass bleibt – wer handeln will, sollte 2026 gut vorbereitet sein

Der Wohnungsmangel wird uns weiter begleiten: Neubauimpulse reichen noch nicht aus, während Mieten und Preise durch die Knappheit strukturell unter Druck bleiben. Für Kaufinteressierte und Kapitalanleger gilt deshalb: Regionen sauber vergleichen, Finanzierung frühzeitig planen und energetischen Zustand/Regeln direkt mitdenken – so lassen sich Chancen trotz schwieriger Marktlage gezielt nutzen.

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