Themen der Woche:
🌱 CO₂-Preise, Mietrecht & Förderungen – was sich für Immobilienbesitzer und Käufer jetzt ändert
Zum Jahreswechsel treten mehrere Neuerungen in Kraft, die den Immobilienmarkt spürbar beeinflussen. Steigende CO₂-Kosten, Anpassungen im Mietrecht und Veränderungen bei Förderprogrammen rücken energetische Qualität, Finanzierung und Rendite stärker denn je in den Fokus.
🔥 CO₂-Preise steigen – Energieeffizienz wird zum Wertfaktor
Ab 2026 wird der CO₂-Preis erstmals in einem festen Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne liegen. Heizöl und Erdgas verteuern sich dadurch weiter, während energetisch sanierte Immobilien deutlich an Attraktivität gewinnen. Förderungen für Sanierungen bleiben grundsätzlich erhalten, werden jedoch teils verschärft – etwa durch strengere Lärmvorgaben für Wärmepumpen. Klar ist: Der energetische Zustand entscheidet künftig maßgeblich über Werterhalt und Kaufpreis und sollte frühzeitig in die Finanzierungsplanung einbezogen werden.
⚖️ Mietrecht II – mehr Schutz für Mieter, neue Spielräume für Vermieter
Mit der geplanten Reform „Mietrecht II“ sollen Indexmieten stärker reguliert und Mieterhöhungen in angespannten Märkten auf 3,5 % pro Jahr begrenzt werden. Gleichzeitig steigt die Grenze für vereinfachte Modernisierungsmieterhöhungen von 10.000 auf 20.000 Euro. Für Kapitalanleger bedeutet das zwar eine engere Renditekalkulation, zugleich eröffnen energetische Maßnahmen neue Möglichkeiten zur Wertsteigerung und strategischen Anschlussfinanzierung.
📈 Immobilienpreise steigen weiter – Schutz vor Inflation
Wohnimmobilien bleiben gefragt: Im dritten Quartal 2025 lagen die Preise 3,3 % über dem Vorjahreswert. Analysten rechnen auch künftig mit jährlichen Zuwächsen von über 3 % – mehr als die aktuelle Inflation. Immobilien behaupten sich damit erneut als stabiler Sachwert und Inflationsschutz.
🏘 Erschwinglichkeit bleibt regional sehr unterschiedlich
Bundesweit liegt die durchschnittliche Einkommensbelastung für Wohneigentum bei 29 %, doch die Unterschiede sind groß. Während ländliche Regionen oft deutlich unter 30 % liegen, nähern sich Metropolen weiterhin der 40-Prozent-Marke. Positiv: Seit 2023 hat sich die Erschwinglichkeit in allen Bundesländern verbessert – dank moderater Preise, leicht gesunkener Zinsen und steigender Einkommen.
🔧 Sanierungsbereitschaft so hoch wie lange nicht
Rund 6,2 Millionen Haushalte planen in den kommenden fünf Jahren energetische Maßnahmen. Ganz oben auf der Liste stehen Photovoltaik, Wärmedämmung und moderne Heizsysteme. Hauptmotive sind niedrigere Energiekosten, Wertsteigerung und mehr Unabhängigkeit von Energiepreisen. Sanieren ist längst nicht mehr nur Klimaschutz – sondern eine wirtschaftliche Entscheidung.
✅ Fazit: Energieeffizienz entscheidet über Wert und Finanzierung
Steigende CO₂-Preise, strengere Mietregeln und wachsende Energieanforderungen verändern den Immobilienmarkt grundlegend. Wer heute kauft, investiert oder saniert, sollte Energieeffizienz, Förderungen und Finanzierung ganzheitlich denken. Immobilien mit guter energetischer Bilanz sichern langfristig Wert, bessere Vermietbarkeit und stabilere Renditen – und bieten gleichzeitig neue Chancen für vorausschauende Käuferinnen und Käufer.